JEAN D'ARC 2.0
die Eroberung des inneren Kosmos
In meiner aktuellen Werkserie „Jean d’Arc 2.0“ interpretiere ich die Ikone der Johanna von Orléans neu – nicht als mittelalterliche Kriegerin in Eisenrüstung, sondern als Astronautin an der Schwelle zum metaphysischen Universum.
Warum die Astronautin?
Jeanne d’Arc war eine Grenzgängerin. Sie behauptete, Stimmen zu hören und Räume des Göttlichen zu betreten, die für ihre Zeitgenossen unsichtbar waren. Für mich ist der Astronaut das moderne Äquivalent zu dieser Erfahrung. Er ist der einzige Mensch, der Orte betreten darf, die jenseits unserer physischen Grenzen liegen. Doch dieser Vorstoß erfordert eine Vorbereitung: den Anzug, den Helm, die Rakete.
Der Helm als Portal
In meinen Bildern dient der Astronautenanzug als Allegorie für die menschliche Wahrnehmung. So wie der Astronaut Technik braucht, um im Vakuum des Alls zu überleben, nutzt jeder Mensch seine eigene „Ausrüstung“ – seinen Geist, seinen Glauben oder seine Intuition –, um in sein eigenes, inneres Universum vorzudringen.
Das Göttliche im Visier
„Jean d’Arc 2.0“ wirft die Frage auf: Was passiert, wenn wir den Helm aufsetzen?
„Die Hardware für diese Grenzgänge tragen wir von Anfang an bei uns – die Entscheidung, den Helm zu schließen und den Raum zu betreten, steht jedoch jedem frei.“
Insofern lädt meine Kunst dazu ein, Jean d’Arc nicht als historische Figur zu betrachten, sondern als Symbol für den Pioniergeist der Seele. Wir sind alle Astronauten in unserem eigenen Universum – bereit für den Moment, in dem wir das Visier schließen und die Verbindung zum Unendlichen suchen.














